Touristische Informationen

 

Naturpark der Maremma

 

Die toskanische Maremmaküste, die von Principina a Mare bis Talamone führt, wurde 1975 zum Naturpark der Maremma erklärt und somit unter Landschaftsschutz gestellt, auch wenn dieser Naturpark zu Erholungszwecken genutzt wird. Der Park bedeckt eine Fläche von ca. 100 Km2 und grenzt an das Meer. Während im Süden eine von Erosion gezeichnete Steilküste besteht, folgen im Norden Strände mit einer Vegetation aus zahlreichen Pionierpflanzen, die sich dem schwierigen sandigen und salzigem Gelände gut anpassen und die, je weiter man sich von der Strandlinie entfernt, vom charakteristichen Strauchwald, der macchia mediterranea, ersetzt werden. Die Küstenlinie hat sich im Laufe der Zeiten, auch in den letzten Jahrzehnten, immer wieder verändert. Südlich von Marina di Alberese schob sie sich in Meer vor, während sie bei Bocca d'Ombrone einen beachtenswerten Rückgang erlitten hat. Aus wissenschaftlicher Sicht bilden die Monti dell'Uccellina, der Pinienwald Marina di Alberese und die Trappola-Sümpfe ein wertvolles Ökosystem, auf das der Mensch in den Jahrhunderten auf verschiedene Weise eingewirkt hat und die Landschaft dadurch prägte, ohne es jedoch zu schädigen oder auszubeuten. Zur Fauna im Park, im dem auch die Fossilien großer Säugetiere gefunden wurden, zählen wilde Pferde, Wildschweine, Damhirsche, Rehe, Stachelschweine, Dachse, Füchse, Wildkatzen, Steinmarder, Mauswiesel und eine große Anzahl an Kleinsäugetieren. Vielfältiger und interessanter sind Vogelfauna, Reptilien und die Amphibien. Bei den Pflanzen sind die Euphorbie, der Sempervivum, Jupiterbart, Asphodelus, sowie der gelbe Hornmohn zu nennen, der rote Meerstern und das Wiesenlieschgras sowie Binsengras und Tamariske in den Sümpfen und entlang der Ufer. Außerdem Geißblatt, Mäusedorn, Viburnum, Rainweide und viele andere Arten von Unterholz, die den Park kennzeichnen.

 

Etruskisches Gebiet

 

Liebhaber der Archäologie stoßen im unteren Teil der Maremma auf große und umfangreiche Funde aus etruskischer Zeit. Die ersten Bewohner dieses Gebiets waren die Umbrer, doch nur nachdem die Etrusker über die letzteren herrschten, errang die Maremma wirtschaftliche Bedeutung im ganzen Mittelmeer. Die Etrusker führten den Bergbau ein und entwickelten einen blühenden Export, überwiegend von Waffen. Doch obwohl sich ihre Aktivitäten hauptsächlich auf das Meer erstreckten, entstand außer Populonia, das Hafen für die Anliegerung und Bearbeitung des Eisenerzes aus Elba war, keine weitere etruskische Großstadt direkt an der Küste.
Cosa ist die erste Stadt, auf die man trifft, wenn man die Maremma Grossetana vom Süden nach Norden durchfährt. Ihre Ruinen befinden sich auf dem fesigen Vorgebirge das sich steil über dem Meer erhebt, sieben Kilometer südöstlich von Orbetello. Lange Zeit wurde sie Hafen der mächtigen Stadt Vulci benutzt, einer großen Stadt im Landesinneren Etruriens, die durch ihre günstige Lange auf der Hochebene aus Tuffstein über den Fluß Fiora und die Ackerbau betreibenden Siedlungen Statonia, Sovana und Pitigliano herrschte.
Vetulonia ist eine der ältesten und einstmals blühendsten Städte Etruriens. Nach viele Ungewissheiten und nicht geringem wissenschaftlichem Streit, wurde sie endlich als die Stadt Colonna di Buriano identifiziert, der man 1887 ihren alten Namen zurückgab. Eine Handelsstadt, einst sehr mächtig auf dem Meer, erkennbar daran, dass die Symbole ihrer Macht, die Rutenbündel und Beile, der kurulische Stuhl aus Elfenbein, die mit Purpur besetzte Toga and die Kriegstrompeten von den Römern übernommen wurden.
Roselle lag auf einen Hügel in der Ebene, die sich von Grosseto aus bis ins Landesinnere erstreckte. Ab dem Mittelalter wieder aufgebaut, erhalten ihre Ruinen den Zauber unberührter Reinheit. Den Hügel umschließt ein sehr gut erhaltener Mauerring mit einem Gutshof, einziges Zeichen der Gegenwart, der von Mais und Weizenfeldern umgeben ist. Besonders interessant sind die Reste der Wohnungen aus Rohziegeln, Böden aus Luftgetrocknetem Lehm und mit Mörtel vermischtem Lehm, die an die orientalischen Baumethoden erinnern.
Sorano, Ort einer antiken Ackerbaugesellschaft, hat diese Merkmale im Laufe der Zeit bewahrt. Die Ortschaft lag auf einem Vulkanfelsen, talabwärts vom Fluss Lente. Unter der Lehensherrschaft der Grafen Aldobrandeschi wurde die Stadt an die Grafen von Sovana und Pitigliano übergeben und anschließend an die römischen Orsini. In dem von Mauern umgebenen Ort befinden sich Bögen und Türme aus dem Mittelalter. Die Vergangenheit ist noch lebendig, da noch heute die etruskischen Gräber als Ställe und Keller genutzt werden.
Sovana, ebenfalls mit vielen Gebäuden aus dem Mittelalter, ist etwas größer und ihre Geschichte ähnelt der von Sorano. Besitz durch die Aldobrandeschi vorher und Orsini später, die sie mit wertvollen Palästen und Bogengängen versahen. Doch Sovana, die sanfte etruskische Suana, einsam auf einer Ebene zwischen den Flussgräben der Calonia und Calesine gelegen, ist vorwiegend eine Stadt der Etrusker. Sie Können dort eine der außergewöhnlichsten etruskischen Nekropoli besichtigen mit den unterschiedlichsten Ausführungen der Grabstätten, in Kastenform, als einfache Kammer, als Würfel oder Halbwürfel, als Tempel oder als Tympanum und der Ort und seine Umgebung verstärken so noch das Geheimnis um dieses rätselhafte Volk.

 

Küche

 

Kochkunst wird in jedem Winkel der Maremma groß geschrieben, ihre Gerüche und Düfte zeugen von einfachen und unverfälschten Mahlzeiten, genauso wie sie der Grossetaner zu Hause oder in einem der zahlreichen Restaurants in den typischen Gerichten seiner Gegend vorgesetzt bekommt, denn die Maremma erzeugt alle ihre Speisen selbst. Die Namen: Bruschetta, Crostini di Fegatini, Panzanella Cacciucco, Acquacotta Maremmana, Pappa al Pomodoro, Pappardelle sulla Lepre, Buglione, Cinghiale alla Maremmana, Scottiglia, Cenci; und die Weine......Pitigliano, Parrina, Morellino, Capalbio, Monteregio, Alberese usw.

 

Thermen

 

Als altbekannte Geniesser von Thermalfreuden hatten schon die Römer zu ihren Zeiten entdeckt, dass es in dieser Gegend sehr viele schwefelhaltige Quellen gibt, deren Wasser sie in mehr oder weniger prachtvollen Thermalanlagen zum Baden nutzten. Nennen wir die heute noch in Betrieb befindlichen: Terme di Sorano, Terme di Saturnia, Terme del Petriolo, Terme di Monterotondo Marittimo, mitten in einem Kastanienwald, Terme di Acqua Forte di Bagnore di Santa Fiora (ozonisiertes Wasser für Hydrotherapien).